Einführung
Moor – das sind Gerüche, Klänge, Farben, der Boden unter den Füßen: Ein Erleben der Sinne im Alltag, Erkundungen am Rande des Fassbaren. Wer könnte besser von seinem Moor-Erleben berichten als das Ich, das darin zu sich kommt? Oder sich darin verliert …
Neben der Lyrik ist der literarische Essay besonders geeignet, dieser anderen Welt eine Stimme zu geben; ihr Hinreißendes, Unheimliches zu feiern. Zum Essay gehören aber auch Fragen, Neugier auf Kontext, das Überprüfen von dem, was man weiß, oder zu wissen glaubt. Der Erhalt von Mooren und Klimaschutz - Entwässerung von Mooren und Klimawandel - das sind Themen, die sich dem unmittelbaren Erleben entziehen, mit Folgen, die weit über Moorlandschaften hinausreichen. Eine andere Art von Unheimlichkeit. Welche Sprache lässt sich für dieses Ineinander von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft finden? „Im Essay“, schreibt Cynthia Ozick, „schaut man dem freien Geist beim Spielen zu.“ Um dieses Spiel wird es in unserer Werkstatt gehen..